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6.2.2012 : 21:33 : +0100

Standpunkte

Patterns im Web 2.0

Im Web 2.0 treten einige Pattern (Muster) bei der Verwaltung von Inhalten auf. Diese Muster sind aus vielen Anwendungen heraus und zum Teil aus klassischen Medien bekannt, manche sind im Internet eher neu. Sie sollen hier etwas systematischer dargestellt werden, da die systematische Positionierung ein besseres Verständnis der großen Bandbreite neuer Medien - von Podcast bis moblog - gestattet und die Kreativität bei der Entwicklung neuer Lösungen verbessern kann.

Suche

Suche bedeutet das Auffinden von Inhalten aufgrund von Suchanfragen. Dieses kann erfolgen über

  1. Volltextsuche: Dabei werden die Texte der Dokumente selber in zum Teil aufwendigen Algorithmen analysiert; Suchanfragen werden aufgrund von Worthäufigkeiten und nach komplexeren Merkmalen beantwortet. Die bekannteste Suchmaschine ist Google, www.google.de
  2. Hierarchien: Dabei werden die Inhalte automatisch oder durch menschliche Unterstützung nach Hierarchien sortiert; die Suchanfrage führt dann auf einen Knoten in der Hierarchie. Ein Beispiel im Internet ist das open directory project www.dmoz.org, ein weiteres Beispiel in der Informatik ist das ACM Computing Classification System www.acm.org/class/.
  3. Deskriptoren: Dabei werden die Dokumente mit beschreibenden Attributen versehen; die Suchanfrage orientiert sich dann an diesen Attributen. Die Attribute können automatisiert vergeben werden, wie beim Keyword Extraction System Kea [www.nzdl.org/Kea], oder durch Menschen, wie bei www.delicio.us oder www.flickr.com. Neuerdings werden Deskriptoren auch durch den unausgebildeten Endanwender vergeben, die Deskriptoren nennt man dann Tags und es wird von dabei von Tagsonomie gesprochen.

Syndikation

Syndication bedeutet die Auslieferung von Inhalten über unterschiedliche Kanäle. Ziel ist dabei die Verteilung von Inhalten auf einen möglichst großen Interessentenkreis, der unterschiedliche Medien (Bsp: Web, TV, Podcast, Mail, SMS) nutzt und in den unterschiedlichen Medien auch verschiedene Bereiche (Bsp: Im Web etwa unterschiedliche Portale, Zusammenstellungen, Blogs, Foren etc.) nutzt. Im Vordergrund steht dabei maximale Sichtbarkeit (dh. möglichst viele Leute sollen die Inhalte sehen), maximale Auffindbarkeit (dh. durch die Einspeisung in möglichst viele Kanäle wird gesichert, daß jemand, der diese Inhalte sucht, diese dann auch findet) oder maximale monetäre Verwertung der Inhalte.

Aggregation

Aggregation bedeutet die Bündelung von Inhalten. Hierbei werden Inhalte aus verschiedenen Kanälen zusammengesucht (siehe Syndikation), unter neuen Aspekten und für die Perspektive bestimmte Benutzergruppen gebündelt und wiederverteilt. Bsp: Ein Portal zum Thema Web 2.0 durchsucht Tageszeitungen, Fachzeitschriften, Newsticker und Portale und extrahiert aus ihnen alle Inhalte zum Thema Web 2.0.

Bewerten

Bewerten bedeutet das Einschätzen von Inhalten hinsichtlich unterschiedlicher Qualitätsmaßstäbe. Diese sind typischerweise stark von der Benutzergruppe abhängig, weshalb eine Bewertung auch durch die jeweilige Community erfolgen sollte (Bsp: Blogrolls einzelner Foren und Blogs). Das Web 2.0 kennt aber auch transversal Bewertungs-Portale, die über alle Benutzergruppen hinweg einheitliche Bewertungen versuchen (Bsp: Bewertungsbereiche auf ebay, Portale wie www.digg.com.)

Rückmelden

Rückmelden bedeutet, dem Medienrezipienten die Möglichkeit zur (direkten, einfachen) Kontaktaufnahme mit dem Medienproduzenten zu geben. Bsp: Gästebuch, Annotationen, Kommentare.

Beitragen

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