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6.2.2012 : 21:09 : +0100

Standpunkte

Strategien des Web 2.0

Strategem: Über den Wassern schweben

  1. Exklusive globale Perspektive: Der einzige sein, der eine bestimmte globale Perspektive hat und sich den Zugang zu dieser globalen Perspektive exklusiv sichern.
  2. Branding: Diese Perspektive richtig branden, dh: sie bekannt machen und mit der öffentlichen Wahrnehmung von Vertrauen ausstatten
  3. Basisdienst: Einen weithin nachgefragten, hochskalierenden Basisdienst einführen. Der Basisdienst ist typischerweise frei verfügbar, verursacht im wesentlichen nur IT Kosten (Bsp: Kommunikation oder Speicherung) oder ist in sich selbst kostendeckend angelegt (Bsp: Retail). Er steht dem Nutzer in Selbstbedienung, insbesondere ohne Verursachung nicht gedeckter weiterer Transaktions- und Personalkosten zur Verfügung.
  4. Premiumdienst: Einen exklusiven Premiumdienst einführen. Der Premiumdienst wendet sich typischerweise an eine unterschiedliche Zielgruppe als der Basisdienst, profitiert von der exklusiven globalen Perspektive und verkauft sich daher mit größerem Profit.
Beispiele:

Suche: Google
Preis: Idealo, Geizhals
Blogger: Technorati
Web Nutzung: Alexa
Tangible Güter: Amazon

Strategem: Aufwands-Skalierung betreiben

  1. Aufgabe finden: Eine weit verbreitete Aufgabe suchen, die sehr viele Menschen immer wieder lösen müssen und für deren Lösung meistens eine Institution in Anspruch genommen wird.
  2. Skalierbare Lösung anbieten: Einen Weg finden, um bei der Lösung dieser Aufgabe zu helfen, bei dem der Zeitaufwand bei den Menschen anfällt, welche die Problemstellung gelöst haben wollen, und nicht mehr bei der Institution, die bei der Lösung der AUfgabe hilft.
  3. Motto: Wenn 6 Milliarden Menschen alle eine kleine Aufgabe für sich selber übernehmen, dann skaliert das viel besser, als wenn eine Institution diese Aufgabe für 6 Milliarden Menschen übernimmt.
Beispiele:

Bahnkarten: Verkauf im Internet statt Verkauf am Bahnschalter
Theaterkarten: Selbstdruck zu Hause statt Kauf im Kino
Geldverkehr: Überweisung per Online Banking und eigener Dateneingabe statt per Überweisung
Geldabheben: Eigenbehebung am Auszahlungsautomat statt auszahlen Lassen am Bankschalter
Flensburg Punkte: Einblick per Internet statt Beamter, der Einsichtsanträge entgegen nimmt und überprüft

Strategem: Feedback-Schleifen einbauen

  1. Feedback Mechanismen identifizieren: Inhaltliche und technische Möglichkeiten identifizieren, über welche die Leser Rückmeldungen zu den Inhalten geben können.
  2. Feedback aufgreifen: Die Rückmeldungen kurzfristig in die weitere Entwicklung der Site einbeziehen.
  3. Motto: Die Inhalte so gestalten, wie der Leser sie haben möchte und anstelle teurer Marktforschung das Zielpublikum selber formulieren lassen, wie es seine Inhalte haben möchte.
Beispiele:

Gästebuch Features:
Foren:
Blogs:
Leserbrief- und Diskussionsbereiche:
sind alles Bereiche hohen medialen Wachstums die gut angenommen werden.

Strategem: Perpetual Beta - Continuous Development

  1. Frühes Deployment: Mit der Lösung möglichst frühzeitig auf den Markt gehen, um einer der ersten im Branding Prozeß zu sein - auch wenn das Produkt erst im Beta-Stadium ist.
  2. Permanente Weiterentwicklung: Impulse zur Anpassung des Produkts sofort aufgreifen. Kleine und rasche Release Zyklen umsetzen. Prozesse und Deployment-Strukturen aufbauen, die sochce raschen Release Zyklen verarbeiten können.
  3. Gefahren: Ein instabiles System verschreckt die Kunden. Die Systemarchitektur stimmt nicht und man produziert Legacy Probleme.
  4. Stabilisierung: Erscheint die Gefahr, dem Kunden ein instabiles System zu übergeben, also zu groß, kann man mit zwei Bereichen arbeiten. In dem einen stellt man fertige Dienste ein, in dem zweiten präsentiert man die laufende Entwicklung.
  5. Motto: Es ist wichtig, ein gutes Produkt zu haben. Noch wichtger ist es, Prozesse zu haben, die laufende Innovation und Adaption gestatten. Im Interesse eines besseren Innovationsprozesses können kleine Abstriche an der Produktqualität gemacht werden.
Beispiele:

Die meisten Startups
Google: Google-Labs und der Prozess der "Graduation" von Prototypen über Beta-Stadien bis hinzu zur Integration als Hauptdienst auf der Homepage